Geschichte


Im Jahre 2002/2003 formierte sich die IG Slotracing Wiesbaden 02. Gründungsmitglieder waren seinerzeit Alex, Wolfgang, Manfred, Marvin und Stefan. Auch waren zu dieser Zeit immer wieder einige Gastfahrer mit von der Partie.
Austragungsort der ersten Rennen war der Nibelungenring, allerdings ein etwas anderes Layout als heute und er stand auf der anderen Seite des Speichers. Aber auch dort gab es schon sehr spannende und schöne Rennen.

Die ersten Serien waren Fly GT, Ninco Porsche GT3-Cup und DTM.
In der Saison wurden unglaubliche sechs Klassen gefahren und samstags sogar zwei Klassen an einem Tag.

Im darauf folgenden Sommer in der Saison 2003/2004 wurde die Bahn auf die andere Seite des Speichers verlegt, weil man dort länger bauen konnte und hinter den Fahrern mehr Platz war. Diese Bahn stand und steht noch heute auf Alex’ Dachboden.

Auf dem Nibelungenring wurden die ersten harten Tür an Tür Zweikämpfe ausgetragen, erste Erfahrungen im Tuning gesammelt und in der Folge auch viel Plastikschrott produziert.

Die angesagte Rennklasse waren seinerzeit die allseits beliebten 1:32 FLY CLASSIC, bestückt mit Ortmannreifen und Tuningteilen von Slot.it. Das Reglement orientierte sich schon damals an denen der umliegenden Clubs, was letztlich auch den ein oder anderen Gastfahrer motivierte bei uns mitzufahren.
Sehr erfolgreich war auch der SCALEXTRIC Camaro-Cup. Die Autos wurden „out-of –the-box“ völlig serienmäßig, jedoch ohne Magnet gefahren. Die Fahrzeugchassis verblieben unter Verschluss und wurden erst vor Rennbeginn zugelost. Den Fahrern oblag es jeweils eine Karosserie entsprechend ihren Vorstellungen, rennfertig zu gestalten. Es war dies eine sehr schöne Rennklasse, mit Spannung pur bis zum letzten Meisterschaftslauf.

Auch 1:32 Metallfahrwerke wurden im Rahmen der 123 DTM bewegt. Hier fand neben spannenden Rennen auch ein reger Erfahrungsaustausch in Sachen tuning statt. Das Reifenschleifen erhielt erstmals eine größere Bedeutung.

Das Highlight der Saison 2003/2004 war unbestritten der „Umzug“ in die Wandersmannstrasse, wo in einem großzügigen Kellerraum der Traum HOLZBAHN verwirklicht werden konnte. Auf 24m und 4 Spuren wurde ein sehr anspruchsvolles Layout verwirklicht.


Weiterhin wurden die 1:32 Fly Classic, nun ebenfalls mit Moosgummis, sowie die SCALEXTRIC Camaros immer noch komplett Original belassen bewegt.Als zusätzliche Rennklassen wurden nun auch 132 LMP gefahren. Diese ausgerüstet mit Slot.it Tuningteilen, Moosgummis und Slot.it Motoren. Diese Klasse war gut für sehr fixe Rundenzeiten.

In der Wandersmannstrasse wurde nun auch zum ersten mal eine Rennklasse im großen Maßstab 1:24 gefahren. Gruppe 2 nach Reglement der Serie West. Auch hier waren schöne Eigenbauten zu bewundern, wobei sich vor allem die kleinen Japaner besonderer Beliebtheit erfreuten.

Zwischenzeitlich wurde der Kauf von Carrera Schienenmaterial beschlossen, eine zweite Bahn sollte neben der Holzbahn installiert werden.

Leider wurde die IG zwischenzeitlich von der Realität eingeholt und der günstige Raum konnte leider aufgrund von Brandschutzvorschriften nicht mehr weiter genutzt werden. Zum Ende des Jahres wurde der Raum geräumt. Ein passender Ersatz, konnte leider nicht rechtzeitig gefunden werden.

Aufgrund der Raumsituation startete die IG eine Heimbahnmeisterschaft, ausgetragen auf den Heimbahnen von Alex, Matthias und der Bahn von Hans & Benny in Aarbergen.

Bahn von Matthias

Bahn von Alex

Gestartet wurde die Serie mit einem Slot.it Cup. Die Slot.it wurden „out of the box“ mit Ortmann Reifen gefahren und stellten wieder einmal unter Beweis, sowohl technisch, als auch optisch bei den slotcars ganz weit vorne zu rangieren. Bella Italia.

Völlig überraschend konnte Stefan auch die Slot.it Heimbahnmeisterschaft für sich entscheiden.


Zwischenzeitlich engagierten sich Teile der IG in der NINCO Japan GT Meisterschaft, ausgetragen auf dem Raceway in F-Zeilsheim. Auch hier wurden die Autos im wesentlichen „out of the box“ gefahren, Ortmannreifen und Alufelgen waren allerdings zulässig. Die Rennen haben durchweg Spass gemacht, wenn sie auch die eigene Bahn nicht ersetzen konnten.

Nach Abschluss der Slot.it Meisterschaft wurden 132er SCALEXTRIC Nascars im Rahmen der Heimbahnmeisterschaft bewegt. Die Autos sind komplett "out of the box", einzig das etwas gewichtige Inlet wurde für die Rennen entfernt. Die Autos wurden aus der Clubkasse finanziert und wurden vor Beginn der Trainingseinheit verlost.

Jeder Fahrer wird im Laufe der Serie je ein Rennen mit jeweils jedem zur Verfügung stehenden Auto gefahren sein. So soll sichergestellt werden, dass sich am Ende der beste Fahrer durchsetzt. Gefahren wird jeweils wieder bei Alex und Matthias.

In der Zwischenzeit setzten einige Mitglieder ihr Engagement in F-Zeilsheim fort und nahmen an der SPIRIT LMP teil. Die Teilnehmer dieser Serie konnten sich von den ebenfalls vertretenen „Profis“ einiges zum Thema tuning abschauen. Eine lehrreiche Veranstaltung.

Gegen Ende der Serie, etwa Mitte September zeigt sich dann der lang ersehnte, doch kaum noch zu hoffen gewagte Silberstreif am Horizont. Dank Benny’s Verbindungen konnte ein neuer, sehr ansprechender Raum im Adler Center in der Wiesbadener Äppelallee gefunden werden.

Um einen schnellen Bahnaufbau gewährleisten zu können war die Entscheidung die Carrera-Bahn aufzubauen schnell gefallen. Nach mehreren Entwürfen zum Bahnlayout, wobei sich vor allem Achim und Alex als besonders kreativ erwiesen stand das Ergebnis fest. 6-Spuren sollten es sein und jenseits von 30m Streckenlänge.

Leider waren die vorhandenen 124er CLASSIC Schienen nicht in ausreichender Stückzahl und Sortierung für das gewählte Layout zu verwenden. Ein gezielter Nachkauf von 124er Schienen wäre letztlich zu teuer gewesen. So ergab sich, dass zufälligerweise zu dieser Zeit der sotcar club „Wachtenberg Racing“ seine Clubbahn, mit allem Zubehör zu einem faiern Preis zur Versteigerung anbot.

Nach eingehender Beratung wurde in der IG beschlossen die komplette Anlage zu erwerben. Unterstützt durch großzügige Spenden der Mitglieder der IG. So wurde Ende September die Bahngekauft.

Durch tatkräftige Unterstützung der IG konnte Anfang Oktober die Bahn planmäßig in der neuen Räumlichkeit in Betrieb genommen werden.

Die Bahn besteht komplett aus Carrera Exclusiv Schienenmaterial, die Bahnlänge beträgt 31m, gefahren wir auf 6 Spuren. Für jede Spur steht eine individuelle Spannungsversorgung zur Verfügung. Die Zeitmessung erfolgt über eine DS mit Lichtschranke. Die Bahnstromabschaltung und Racecontrol erfolgt über die parallel installierte Befpe. Die Bahn ist aufgrund der vorgegebenen Geometrie eher im Bereich Hochgeschwindigkeitsstrecke einzuordnen. Die Top Rundenzeit liegt derzeit bei etwa 8 Sekunden.

Nun war es so, dass wir nicht direkter Mieter unseres Raumes waren, sondern vielmehr „Untermieter“ eines mehr oder weniger interessanten Ladengeschäftes. Der Verkauf diverser Elektroartikel und weiterer Produkte verschiedenster Art - später wurde ein Internetcaffee zusätzlich angeboten – lief aber leider für den Inhaber nicht so erfolgreich wie gewünscht. So war es nur eine Frage der Zeit, bis hier Probleme aufkamen.

Auch für uns hatte dies Konsequenzen: Anfang 2007 erhielten wir die Kündigung wegen Geschäftsaufgabe. Aus finanziellen Gründen war an einen Verbleib im Adlercenter nicht zu denken, zu hoch wäre die Miete für uns gewesen. Also blieb uns nichts anderes übrig, als nach einem neuen Raum zu suchen. Fleißig wurden die Anzeigen in den Tageszeitungen studiert, einige Räumlichkeiten in Augenschein genommen, Bekannte und Freunde ausgequetscht, aber irgendwie ging es nicht richtig voran und das unangenehmste war, der Termin für des Auszug im Juni 2007 rückte immer näher.
Letztlich wandte sich aber doch noch Alles zu Guten, wir fanden einen für unsere Bedürfnisse ausreichend großen Raum, den wir uns leisten konnten. In Martinsthal im schönen Rheingau sind wir also seit Juli 2007 zu hause.

Wir hatten viel Arbeit vor uns. Zuerst einmal musste die Bahn im Adler-Center abgebaut, nach Martinsthal transportiert und dort eingelagert werden. Dann wurden bis auf den hinteren Bereich die neuen Clubräume gestrichen und die Arbeitsplätze für die Schrauber hergerichtet. Ganz wichtig war natürlich das neue Layout der Carrera-Bahn, hier wurden sehr viele Planungen erstellt, um den Wünschen gerecht zu werden: 6 Spuren, eine möglichst lange Gerade, Spurausgleich, technisch anspruchsvolle Passagen für den nötigen Heimvorteil, Rennbetrieb mit möglichst wenigen Streckenposten, was man halt so alles braucht.

Dann war die Entscheidung gefällt und endlich konnte der Aufbau beginnen. Dank der vielen Helfer war die Bahn im Herbst 2007 betriebsbereit, aber schon während der Aufbauarbeiten wurden einzelne Spuren zwischen Werkzeug und Staub bereits getestet. Teilweise bis spät in die Nacht wurden Bergrennen gefahren, so dass einige Mitglieder bereits mehrere hundert Runden absolviert hatten, bevor die Strecke offiziell eröffnet wurde.

Nicht nur zu Beginn war die durchaus anspruchsvolle Streckenführung eine große Herausforderung, selbst erfahrene Clubmitglieder müssen sich jedes Mal aufs Neue mit der Bahn auseinandersetzen. Der Rennbetrieb wurde wieder aufgenommen und kleinere Arbeiten wie Dekoration etc. gemacht, wichtig war aber: fahren – fahren – fahren.

Nachdem wir einige sehr schöne und gut besuchte Rennveranstaltungen mit externen Startern durchgeführt hatten, wurde der Wunsch nach einer schnellen Holzbahn immer lauter. Zu unserem Glück ergab es sich, dass Andreas (Schimmel) uns bei dieser Idee unterstützte, im hinteren Bereich
den bis dahin als Lagerfläche genutzten Raum mit einer Holzbahn auszustatten. Also, wieder aufräumen, renovieren und: planen – planen – planen. Dies machte nach einigen Handskizzen dann Ralf (Braun) sehr professionell am PC, somit konnte der Computer der Fräsmaschine direkt loslegen.
DANKE AN ANDREAS UND RALF !


Als dann der große Tag der Anlieferung da war (Weihnachten für Kinder ist nicht halb so aufregend), war die Enttäuschung und der Frust riesengroß – die Bahnteilstücke waren falsch gefräst, der Schlitz stimmte nicht. Auch hier half uns Andreas wieder – schnell waren die neuen Bahnteile da und wir konnten mit dem Aufbau beginnen.
Im Herbst 2009 war dann der erste Fahrbetrieb möglich und schon bald stellte sich heraus, dass unsere Bahn zwar nicht die schwierigste, dafür aber sehr schnell und flüssig zu umrunden war, wir waren auf jeden Fall sehr glücklich.
Zu dieser Zeit waren wir mit 4 clubinternen Rennserien aktiv: Slot.it im Maßstab 1:32, dann in 1:24 MuscleCar, SLP und SSC. SSC war eine an die DTSW angelehnte Rennserie namens Super-Sport-Cars. Nach der ersten Saison beschlossen wir, diese Eigenkreation durch die DTSW zu ersetzen, jedoch ohne Concoursbewertung. Mittlerweile ist die Qualität der Fahrzeuge so gut, dass wir damit durchaus im Concours bestehen könnten.


Aufgrund der Reifenproblematik in der näheren Vergangenheit haben wir mangels Interesse die 1:32er Serie seit Anfang 2011 eingestellt, einige Mitglieder fahren in diesem Maßstab aber noch im Frankfurter Raum.


Unsere letzte, noch nicht ganz abgeschlossene Aktivität war der Umbau der Küche und Theke in den Sommerferien 2011. Bis auf ein paar kleine Restarbeiten sind wir fertig, und ihre Feuertaufe hat die Küche schon hinter sich. Dank der Kochkünste der Jens-Banden-Chefin haben wir einen Super-Schweinebraten-Abend erlebt.

Wir treffen uns i.d.R. jeden Mittwoch ab ca. 18 Uhr und freuen uns immer über Gäste – zum Training sowie als Gastfahrer bei unseren Clubrennen.