Draußen hat der Dezember den Rheingau längst in winterliche Ruhe gehüllt. Doch in den Clubräumen der IG Slotracing Wiesbaden ist von Ruhe keine Spur. Schon zum 16. Mal treffen sich die NASCAR-Familie in Martinsthal, um die Saison mit dem legendären Martinsville 500 zu beschreiten.
Aus allen Richtungen kommen Fahrer angereist. Alte Bekannte begrüßten sich, neue Gesichter werden herzlich aufgenommen. Zwischen Werkzeugkisten, Rennwagen und dem Duft von Kaffee werden Geschichten ausgetauscht, während auf Holz- und Carrerabahn die letzten Trainingsrunden absolviert wurden.
Hundert Minuten Netto-Fahrzeit, auf zwei völlig unterschiedlichen Bahnen. Da ist nur Geschwindigkeit gefragt, sondern auch Konzentration, Ausdauer und eine feine Hand am Regler.
Stunde um Stunde kämpften die Stockcars um jede Runde. Während auf der schnellen Holzbahn Mut und Rhythmus gefragt waren, verlangte die selektive Carrerabahn höchste Präzision. Kleine Fehler konnten über Sieg oder Niederlage entscheiden. Die Fahrer schenkten sich nichts, doch Fairness und gegenseitiger Respekt standen stets an erster Stelle.
Als die letzten Turns absolviert waren und die Rundenzähler zum Stillstand kamen, stand fest: Das Martinsville 500 hatte einmal mehr gezeigt, warum es als NASCAR-Kultveranstaltung in Deutschlands Mitte gilt. Nicht nur die Pokale machten den Tag besonders, sondern vor allem die Gemeinschaft, die Leidenschaft für das Slotracing und das Wiedersehen mit Freunden